In einem alten Bauernhaus befindet sich das Bellerser Dorfmuseum.

 

Urdorf-Ausstellung
Urdorf-Ausstellung

 

Die Ausstellung zeigt, wie sich der Lebensraum der Bellerser entwickelt hat, wie die Bellerser in tausend Jahren ein kleines Stück der Erdoberfläche für sich nutzten und gestalteten, wie sie lebten und heute leben. Am Beispiel des Ausstellungshauses selbst wird dargestellt, wie die traditionellen Bellerser Bauernhäuser gebaut und in sich aufgeteilt waren. Dazu gehört auch die Geschichte des Hauses und des Hofes und seiner Menschen.

In der erdgeschichtlichen Abteilung wird erläutert, wie der Raum Bellersen geologisch aufgebaut ist und auch, wie und wo die Bellerser nutzbare Gesteine fanden und verwendeten.

Dorfmuseum Bellersen
Dorfmuseum Bellersen

 

Eine Bilderwand zeigt Landschaft und Dorf im Jahreslauf. Moderne Luft- und Satellitenbilder, historische Karten und ein Dorfmodell informieren, veranschaulichen und fordern zum Entdecken und Vergleichen heraus. Die ältesten Beweise für die Anwesenheit des Menschen im Raum Bellersen sind im Bereich „Ur- und Frühgeschichte“ ausgestellt. Fotos und Scherben erinnern an untergegangene Dörfer in der Nachbarschaft (Wüstungen).

Das Leben verlief aber auch in Bellersen nicht immer harmonisch: Dies zeigen u.a. ein Armbrustbolzeneisen, das einem Menschen den Tod gebracht hat, und Brandschutt des großen Dorfbrandes von 1794. Die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft als die historisch wichtigen Wirtschaftszweige in und um Bellersen werden ebenso dargestellt wie das örtliche Handwerk und andere Wirtschaftsbetriebe.

Ein zweiter Raum ist der dörflichen Kultur vorbehalten. Da Annette von Droste-Hülshoff Bellersen als „Dorf B.“ ihrer Meisternovelle „Die Judenbuche“ in die Weltliteratur eingeführt hat, wird diesem Thema breiter Raum eingeräumt. Vor allem erfährt der Betrachter hier in Wort und Bild, welcher reale, spannende Kriminalfall sich hinter der „Judenbuche“ verbirgt. Was die Droste von Bellersen hielt, ist ihren ungeschminkten brieflichen Darstellungen zu entnehmen.

Dorfmuseum Bellersen
Dorfmuseum Bellersen

 

August von Haxthausen, der in Bellersen begrabene große Agrarforscher und Rußlandreisende des 19. Jahrhunderts wird ausführlich gewürdigt, ebenso Wilhelm von Waldeyer-Hartz, der in seinem Werk heute noch bedeutende Medizinprofessor, der Bellersen gut kannte. An das für Bellersen schon lange der Vergangenheit angehörende Schulleben erinnert eine kleine Schulstube. Eine Bildwand und andere Exponate führen dem Besucher vor Augen, wie vielgestaltig das Vereinsleben in Bellersen im Jahresverlauf ist und welche Bedeutung es für den Zusammenhalt und das soziale Leben eines Dorfes hat.

Für den Besuch des Dorfmuseums wird kein Eintritt erhoben. Um eine kleine Spende zum Erhalt der Sammlung wird gebeten. Das Museum ist von April bis Oktober Sonn- und Feiertags ab Mittags geöffnet. Führungen sind nach Terminvereinbarung jederzeit möglich.

 

Kontakt:

Frederik Köhler

Eulenberg 23

33034 Brakel-Bellersen

Tel.: 05276 - 98 69 422

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